Archiv der Kategorie 'Philosophie'

Wo hat Bazon Brock die ganzen Jahre gesteckt?

Daniela Lobmueh
Meiner spontanen Fernseh-Kritik von „Kulturzeit“ stimmten zahlreiche Leser zu. Bazon Brock erntete großen Beifall. Mendelsohn wurde von vielen Zuschauern als inkompetent bewertet. Sie habe unkritisch die an Kriegspropaganda grenzenden Phrasen nachgeplappert. Dies zeigt ein kritisches Publikum, das sich nicht länger veralbern lassen möchte und kritische Künstler wie Bazon Brock denkfaulen Journalisten vorzieht.
Meiner spontanen Fernseh-Kritik Bazon Brock ließ Tina Mendelsohn die Luft raus noch während das 3sat-Magazin „Kulturzeit“ lief, stimmten zahlreiche Leser und Leserinnen zu. Bazon Brock erntete großen Beifall und kritische Zustimmung. Tina Mendelsohn wurde von vielen Zuschauern offensichtlich als wenig kompetent bewertet. Vor allem wurde sie als sehr unkritisch die an Kriegspropaganda grenzenden Phrasen der Medien nachplappernd gesehen. Dies zeigt, dass die 3sat-Sendung über ein kritisches Publikum verfügt, das sich nicht länger veralbern lassen möchte. Vielleicht auch ein Signal an die öffentlich-rechtlichen Sender, ihre Journalisten sorgfältiger auszuwählen und weniger auf eine gleichgeschaltete Linie festzulegen.

Ich habe mich über die Verstörtheit Frau Mendelsohns gefreut
Anna Stiefvater schrieb:
Sehr gute Zusammenfassung des Kulturzeit-Interviews mit Bazon Brock. Die suggestive Fragetechnik Frau Mendelsohns forderte ja geradezu heraus, die ganze lächerliche Diskussion über die Gefahr „Russland“ im deutschen Fernsehn als Farce zu entlarven. Ich habe mich richtig über dieses Interview auf Kulturzeit gefreut- auch über die Verstörtheit Frau Mendelsohns, die gar nicht wusste, mit welchen Fragen sie noch nach-laden sollte, um endlich eine Antwort nach ihrem Geschmack zu bekommen.“Nicht mit mir“, hat er sich wohl gedacht, Herr Brock und er hatte Recht: „Ein bisschen kurz“ hat man ihn da nur zu Wort kommen lassen. Auch wenns unangenehm für die Deutschen ist: Wann hören wir mehr von Bazon Brock in den Medien? Verfasst am Mai 2, 6:38 PM
Bazon Brock war eine Wohltat
Helge Mannteuffel schrieb:
Bazon Brock ließ Tina Mendelsohn die Luft raus -Bravo, das war gut so! Bazon Brock war eine Wohltat.
Tina Mendelsohn und viele Kollegen, geht in die Lehre bei Gabriele Krone-Schmalz! So etwas brauchen wir nicht, verblöden kann man lustvoller!
Verfasst am Mai 1, 9:24 PM
Wo hat Brock die ganzen Jahre gesteckt?
S. Livey schrieb:
Wo hat Brock die ganzen Jahre gesteckt, in denen sich niemand traute, den Mund aufzumachen. Ein großer Mann!Mir ist es manchmal sogar peinlich, dass mit einem Selbstverständnis von Kolonialherren Deutschland und mit ihm Europa demokratische Werteanforderungen postuliert. Seit Gaucks Freibrief, Deutschland zu mehr „Engagement“ in der Welt aufzufordern, treibt dies Blüten. Deutschlands Politiker sind mal wieder treibende Kraft in Konflikten, die uns eigentlich nichts angehen. Die Realitätsnähe, die Brock von ihnen fordert sind schon in dem Größenwahnprojekt „politisch vereintes Europa“ verloren gegangen. Verfasst am Mai 2, 12:02 PM
Sie käut wieder, was ARD, ZDF, BILD, Zeit, FAZ, Spiegel, taz als Nachrichten verkaufen
Gerald Druminski schrieb:
Eigentlich muss man dem nichts hinzufügen, denn es trifft den Nagel auf den Kopf. Egal, was Mendelsohn studiert oder von der Welt gesehen hat: kapiert hat sie nichts. Ich frage mich, wie sie überhaupt einen Studienplatz ergattern konnte und danach auch noch in einer bislang qualitativ hochkarätigen Kultursendung unterkam. Beim Brock-Interview wurde selbst für einen unaufmerksamen Zuschauer offenkundig, wie hohl die Dame ist, wenn ihr Gegenüber vom vorbereiteten Suggestivfragen-Katalog abweicht. Sie käut das wieder, was ARD, ZDF oder Bild Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher bzw. Zeit, FAZ, Spiegel, taz etc. dem Bildungsbürgertum als Nachrichten verkaufen. In „Kulturzeit“ haben weder Mendelsohn noch Schortmann etwas zu suchen. Für mich haben sich sowohl „Kulturzeit“ als auch die neuerdings zur Show verkommene „Aspekte“-Sendung erledigt. Mal abgesehen von den sprachlichen Entgleisungen, bei denen Accessoires zu Assessoires werden, zugewunken statt -gewinkt wird, jeder der etwas Neues beginnt, „durchstartet“ und sich „neu erfindet“ usw., ist das, was mir dort ideologisch (welch garstig Wort) zugemutet wird, unerträglich geworden. Es ist bezeichnend, das Nachrichten mit erhellendem Hintergrund im ZDF nur noch in der „heute-Show“ und der „Anstalt“ vorkommen. Danke für Ihren Beitrag, denn, wenn ich mich in den Medien und in meinem unmittelbaren Umfeld umhöre, bin ich verunsichert und denke manchmal, nur ich allein ticke nicht ganz richtig.
Gerald Druminski, geralddruminski@gmail.de
Verfasst am Mai 1, 10:31 PM
ARD und zdf verkommen zur Pressestelle der NATO

altermann schrieb:
Guter Artikel. Man muss aus dem System, um es kritisieren zu können? Nach meiner Meinung verkommen ARD und zdf zur Pressestelle der NATO. Besonders unerfreulich dieser besserwisserische Nachrichtenkleber. Gestern war wieder ein Highlight zu bewundern: Ein Kommentator namens Michael Strempel, der als Höhepunkt noch mit merkwürdigen Statistiken einen auf Wichtig macht: http://www.altermannblog.de/ard-desinformation-zur-ukraine/ Verfasst am Mai 1, 7:20 AM
Soweit einige Leserstimmen zu Bazon Brock vs. Tina Mendelsohn auf 3sat-Kulturzeit. Früher war auf 3sat auch schon einmal Katrin Bauerfeind unangenehm aufgefallen, als sie in das aus deutschen Medien im Dienste deutscher Banken betriebene Griechenbashing einstimmte. Im Oktober 2012 kommentierte Nora Drenalin unter der Überschrift „Griechen-Bashing mit Lipgloss“:
Gestern abend im Minoritäten-Kultur-Sender 3sat durfte deren “Generation Internet” (Katrin Bauerfeind) über Griechenland herfallen. Fürs gehobene Publikum passend aufbereitet wurde eine optimistisch-sozialfarbige Version der Anti-Griechen-Ressentiments deutscher Medien präsentiert. Hetzen ARD, BILD und SPIEGEL gegen faule, korrupte Griechen, so zeigt 3sat pointiert “mal was ganz anderes”: Es gibt ja auch fleißige Griechen!

Snowden und Assange auf der NETmundial von Sao Paulo

Daniela Lobmueh 29.4.2014
Thema war Überwachung und die Zukunft des Internets: Die NETmundial ist das globale Forum für Internet Governance. Für zwei Tage kamen Vertreter von Regierungen, Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs zusammen. Eingeladen hatte die Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, in Reaktion auf den NSA-Skandal. Prominente Kritiker der Netzdominanz von USA, PRISM und Echelon waren dabei, sogar Edward Snowden und der in deutschen Medien als Krimineller abgestempelte Wikileaks-Gründer Julian Assange.
Sao Paulo, 24.-26. April 2014. NETmundial, das Global Stakeholder Meeting über Internet Governance: Für zwei Tage kamen Vertreter von Regierungen, Wirtschaft, Wissenschaft und verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in Sao Paulo zusammen. Thema war nichts Geringeres als die Zukunft des Internets. Eingeladen hatte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff als Reaktion auf die NSA-Leaks des Whistleblowers Edward Snowden.
In der Abschlusserklärung hieß es, das Internet solle als öffentliches Gut verteidigt, der Schutz gegen Überwachung müsse verstärkt werden. Menschenrechte sollten auch online geschützt werden und die Staaten sollten ihre Gesetze zur Überwachung und Sammlung persönlicher Daten verbessern. Staaten, Unternehmen und andere Akteure sollten sich beim Sammeln von Daten an die Menschenrechte halten.

Abschließend feierte man die Veranstaltung als einen Meilenstein, da man bei einheitlichen Definitionen für Internet-Governance-Grundsätze weiter gekommen sei und nun einen Fahrplan für die künftige Entwicklung der Internet-Governance habe. Man präsentierte zehn Prinzipien für das Internet, doch leider blieb vieles wenig konkret. Doch immerhin durften Kritiker der Netzdominanz von USA und angelsächsischem Spionageclub Echelon ihre Positionen einbringen, sogar der in deutschen Medien als angeblicher Krimineller abgestempelte Wikileaks-Gründer Julian Assange. Hier ein Bericht von Marianne Diaz (Übersetzung: Daniela Lobmueh):

Julian Assange über digitale Souveränität und Überwachung auf der NETmundial 2014
Marianne Diaz 28. April 2014
Letzte Woche in São Paulo, kamen Julian Assange, Jacob Appelbaum, Natália Viana, Sérgio Amadeu und Roy Singhay zusammen, um über digitale Souveränität und Überwachung im Zeitalter des Internets zu sprechen. Ihr Panel war die beliebteste Veranstaltung in der Arena, dem offiziellen Veranstaltungsplatz der NETmundial 2014. Natália Viana, Gründerin der „Public Agency of Investigative Journalism“ und die wichtigste Verbindungsperson zwischen Brasilien und Wikileaks, wies darauf hin, wie Überwachung auf der NETmundial diskutiert wurde:
„Nicht von Spionage und Überwachung zu sprechen, wäre wie den weißen Elefanten im Zimmer nicht sehen zu wollen,“ sagte sie, und gab damit die Gefühle der Sorge wieder, die viele Teilnehmer während der Woche geteilt hatten. Viana, forderte von der brasilianischen Regierung, Edward Snowden Asyl anzubieten und Verhandlungen zwischen England und Ecuador anzustoßen, um auch Julian Assange Asyl zu ermöglichen. Sie vertrat die Ansicht, dass Brasilien zu diesen Themen einen festen Standpunkt vertreten müsse, als Voraussetzung für den Beginn einer globalen Debatte über die Verteidigung der Rechte der Internet-Nutzer.
Sérgio Amadeu, Professor an der Federal University von ABC, konzentrierte sich auf die Bestimmungen zur Vorratsdatenspeicherung in Artikel 15, Marco Civil, die, wie er sagte, den Markt personenbezogener Daten des Landes erweitern wird: „diejenigen, die Aufzeichnungen über persönliche Daten bislang noch nicht speicherten, werden es jetzt tun.“

Krypto-Anwendung würde unsere Überwachung teurer machen

Tor Projekt-Gründer und Entwickler Jacob Appelbaum äußerte einen triftigen Grund für die Verwendung von Verschlüsselung für alle Arten von Kommunikation, eines Wandels, der Bürger wieder die Kontrolle über ihre Informationen würde gewinnen lassen: „Wir schützen einander, wenn uns selber schützen.“
In die gleiche Richtung argumentierte Roy Singhay, CEO von ThoughtWorks, während es Regierungen heute nur wenige Cents je ausspionierter Person koste, würde es sie Millionen kosten, wenn wir als Standard die gesamte Kommunikation verschlüsseln würden. Beide forderten das Publikum auf, sich für open-Source-Software zu entscheiden bzw. open Source-Tools zu entwickeln, die einfacher zu bedienen sind und die Verschlüsselung standardmäßig einbinden.
Quellen
https://advocacy.globalvoicesonline.org/2014/04/28/julian-assange-on-digital-sovereignty-and-surveillance-at-netmundial2014/
NETmundial Multistakeholder Statement of Sao Paulo

Faschismus und Existenz: Les jeux sont faits

„Les jeux sont faits“, d.h. dt. „Das Spiel ist aus“, ist ein Drehbuch des französischen Existenz-Philosophen und Schriftstellers Jean-Paul Sartre. Es wurde 1943 geschrieben, 1947 von Jean Delannoy verfilmt, der surrealistische Film findet sich in den Rubriken Fantasy, Drama oder romantische Tragödie.
Obwohl naheliegend, kommt im Stück vorgeblich nicht direkt der von Sartre entwickelte marxistische Existentialismus zum Tragen. Sartre selbst hat behauptet, dass sein Existenzialismus kein Ende des dort beschriebenen Spieles zuließe, da sich noch nach dem Tod die Handlungen der Menschen fortsetzten würden. Schon der Titel des Drehbuchs, „Les jeux sont faits“, eröffnet eine Interpretationslinie: Die Phrase ist eine beim Roulette gebräuchliche Wendung, die normalerweise noch mit „rien ne va plus“ („nichts geht mehr“) ergänzt wird. Schon dieser Titel deutet daraufhin, dass die Protagonisten des Stückes alles auf eine Chance setzen werden und ihnen danach jeder weitere Spielzug“ verwehrt ist.
Die Handlung
Die Handlung spielt in einem faschistischen Staat und beginnt mit dem Tod der beiden Akteure. Sie spielt in einer unbenannten Stadt im Frankreich der frühen 1940er Jahre, das von einem fiktiven diktatorischen Regenten beherrscht wird. Etwa gleichzeitig sterben die bürgerlich lebende Dame Ève Charlier und Pierre Dumaine, ein Mitglied der Untergrundbewegung und Chef der „Ligue pour la liberté“, die einen bewaffneten Aufstand plant. Ève wird von ihrem Mann, dem Milizsekretär André Charlier, vergiftet, Dumaine dagegen wird von einem Spitzel der Faschisten erschossen.
Nach ihrem Tod folgen die Protagonisten einer inneren Stimme, die sie zu einem Zimmer in der Rue Laguénésie führt. Dort erfahren Ève und Pierre von einer hinter einem Tisch sitzenden gesichtslosen Bürokratin, dass sie tot sind. Den Toten wird hier von einer für Sterbeangelegenheiten zuständigen, betagten Beamtin ihre
Situation erklärt, bevor sie ins Jenseits entlassen werden (die Idee Sartres wird in der US-amerikanische Horror-Komödie Beetlejuice 1988 wieder aufgegriffen).
Ève und Pierre, die sich hier zum ersten Mal begegnen, verlieben sich nach kurzer Zeit ineinander. Ihnen wird gesagt, dass sie sich weiterhin in der realen Welt bewegen können, jedoch von den Lebenden nicht wahrgenommen werden und keinen Einfluss mehr auf die reale Welt nehmen können. Nachdem die Bürokratie des Jenseits sie registriert hat, können sie gehen wohin sie wollen.
Pierre findet heraus, dass sein geplanter Aufstand verraten wurde und die Regierung eine Falle für seine Freunde plant. Ève kommt dahinter, dass sich ihr Mann, André, nun an Èves Schwester Lucette heranmacht. Ève und Pierre sorgen sich um ihre Freunde und Verwandten und da sie keinen Einfluss auf die Welt der Lebenden nehmen können, wird es für sie zur Qual, zusehen zu müssen, aber nichts tun zu können. Alle als Geister wandelnden Toten werden dadurch zu Pessimisten, denen ihr verflossenes Leben absurd und sinnlos erscheint.
Doch die beiden Protagonisten Sartres erhalten eine ungewöhnliche Chance: Bei einem weiteren Besuch in der Rue Laguénésie wird ihnen enthüllt, dass sie laut Aktenlage von Geburt an füreinander bestimmt gewesen wären, aber aufgrund eines bürokratischen Fehlers einander nicht begegnet sind. Sie erhalten die Möglichkeit ins Leben zurückzukehren, um ihre Liebe unter Beweis zu stellen. Von der Situation überwältigt, stimmen beide sofort zu, zurückkehren zu dürfen. Dabei wird nicht ganz klar, ob die beiden aus Liebe zustimmen, oder ob sie es tun, damit Pierre seine Freunde, und Ève ihre Schwester warnen kann. Die Sache hat aber einen Haken: Pierre und Ève dürfen nur in der Welt der Lebenden bleiben, wenn sie es schaffen, innerhalb von 24 Stunden einander uneingeschränkt zu vertrauen und ihre Zuneigung gegenüber den auftretenden Schwierigkeiten zu behaupten. Dies gelingt ihnen jedoch nicht. Zweifel aufgrund der ungleichen sozialen Herkunft und nicht gelöste Konflikte in der Vergangenheit führen am Ende zum erneuten gewaltsamen Tod der beiden.
Existenzialismus
Das Grundprinzip des Existenzialismus kommt dadurch zum Tragen, dass der Mensch selbst für seine Handlungen und somit seinen Erfolg oder sein Scheitern verantwortlich ist. Ève und Pierre haben sich aus freien Stücken dafür entschieden, nicht für ihre Liebe, sondern für ihre verbliebenen Verpflichtungen zu kämpfen und haben damit selbst ihr Schicksal besiegelt. Man würde vermuten, dass das das Jenseits an sich den Determinismus symbolisiert, da dort scheinbar die Würfel gefallen sind und nichts mehr geht, unter der Annahme, dass die Toten in das weltliche Geschehen nicht mehr eingreifen können. Betrachtet man das Jenseits jedoch unter Berücksichtigung von Sartres Philosophie, so stellt man fest, dass das Wirken der Menschen keinesfalls mit deren Tod endet, sondern indirekt immer noch Einfluss auf das Geschehen in der Welt hat, vgl. Heger/Sutrich 2009.

Die Filmversion
Die Verfilmung durch den Regisseur Jean Delannoy erfolgte im selben Jahr wie die Veröffentlichung des Primärtextes, 1947. Wie dem Filmvorspann zu entnehmen ist, handelt es sich um eine Adaptation des Original-Drehbuchs Sartres. Dieser hatte bereits vier Jahre zuvor im Auftrag der französischen Filmgesellschaft Pathé sein Scénario –und sieben weitere– verfasst (Albersmeier S.29ff.). An eine Veröffentlichung etwa noch während der Zeit der deutschen Besetzung war wegen des brisanten zeitgeschichtlichen Aspekts nicht zu denken. Der in schwarz-weiß gedrehte Film hat eine Länge von 86 Minuten. Die Hauptrollen wurden zwar mit Micheline Presle und Marcel Pagliero besetzt, bei seiner Premiere anlässlich der Filmfestspiele in Cannes 1947 fiel der Film Les jeux sont faits bei den Kritikern jedoch durch.

Literatur
Albersmeier, Franz-Josef, „Das Spiel ist (nicht) aus. Zu Sartres Filmdrehbüchern Les jeux sont faits und Résistance, in: Lommel, Michael/Roloff, Volker (eds.), Sartre und die Medien, Medienbücher 24, Transcript, Bielefeld 2008
Heger, Isabel und Katharina Sutrich, Transmediale Transzendenz: Die Darstellung des Jenseits in Jean-Paul Sartres Werk
Les jeux sont faits und der gleichnamigen Verfilmung von Jean Delannoy (Studienarbeit 2006)
Sartre, Jean-Paul, Les jeux sont faits, Gallimard, Paris 1996